Sechs Acts, zwei Abende und die Gitarre in all ihrer Vielfalt: Am 15. und 16. Oktober 2027 lädt das 3. Würzburger Gitarrenfestival in den Keller Z87 ein. Nach zwei erfolgreichen Ausgaben freuen wir uns erneut auf außergewöhnliche Musikerinnen und Musiker – mit einem Programm zwischen Klassik, Fingerstyle, Jazz, Blues und südamerikanischen Klangwelten.
Den Freitag, 15. Oktober, eröffnet das international konzertierende Duo Bergerac mit Karin Scholz und Peter Ernst, das für fein abgestimmtes Zusammenspiel und ausdrucksstarke klassische Gitarrenkunst steht. Stephan Bormann verbindet anschließend die Klangvielfalt des Fingerstyle mit jazziger Improvisation und musikalischen Einflüssen aus aller Welt. Den ersten Abend beschließt der kanadische Gitarrist und Sänger Dave Goodman mit virtuosem Spiel, ausdrucksstarker Stimme und seiner persönlichen Mischung aus Blues, Folk und Rock.
Am Samstag, 16. Oktober, eröffnet der Würzburger Jazzgitarrist Stefan Degner den zweiten Festivalabend. Danach begegnen sich beim Duo Elún südamerikanische Folklore und klassische Klangkultur: Valentina Solis an Kontrabass und Charango und Christian Zack an der Gitarre schaffen einen lebendigen Dialog voller überraschender Klangfarben. Das Finale gestaltet Peter Finger, einer der prägenden Köpfe der akustischen Gitarrenszene. Seine Kompositionen verbinden beeindruckende Virtuosität mit Einflüssen aus Klassik, Jazz und Rock.
Ein Wochenende für Gitarrenfans und alle, die handgemachte Musik lieben – voller Entdeckungen, Begegnungen und besonderer Konzertmomente.
Auf dem Weg zu einem Sologitarrenwettbewerb in Italien treffen Karin Scholz und Peter Ernst erstmals aufeinander, im Nachtzug München-Rom. Bei der internationalen Konkurrenz werden beide mit Preisen ausgezeichnet – und beschließen fortan gemeinsame Sache zu machen.
Auf dem Weg zu einem Sologitarrenwettbewerb in Italien treffen Karin Scholz und Peter Ernst erstmals aufeinander, im Nachtzug München-Rom. Bei der internationalen Konkurrenz werden beide mit Preisen ausgezeichnet – und beschließen fortan gemeinsame Sache zu machen. Als Duo Bergerac gewinnen sie nun im Tandem Wettbewerbspreise in Montélimar (F), Bubenreuth (D) und Torroella de Montgri (E). Es folgen Gastspiele bei Musikfestivals in Altheim (A), Mikulov (CZ), Lublin, Przermysl (PL), Williamsburg (USA), Iserlohn, Frechen und Remscheid (D).
Zehn Alben hat das Duo Bergerac veröffentlicht. Die aktuelle Album-Trilogie FLOW (2026) – GENTLE (2024) – QUIET (2022) ist vorwiegend leisen und lyrischen Tönen gewidmet. Das Komponistenportrait AM BALKON mit Musik von Holger Reuning ist 2025 erschienen. Bereits 2016 veröffentlichten Karin Scholz und Peter Ernst CLASSICAL mit bekannten und unbekannten Originalwerken des 19. Jahrhunderts. Darüber hinaus haben Radio Bremen und der Bayerische Rundfunk mehrere Rundfunkproduktionen mit dem Duo Bergerac produziert.
Ihre Konzertprogramme präsentieren Karin Scholz und Peter Ernst mit einer sympathisch moderierten Mixtur aus Stiltreue, Einfühlsamkeit und Spritzigkeit, zusammengestellt aus einem großen, vier Jahrhunderte umfassenden Repertoire.
Zahlreiche Werke sind für das Duo Bergerac geschrieben, darunter Kompositionen von Christopher Brandt, Carlo Domeniconi, Michael Nicolas Walter, Allen Cohen und Samson Leptos.
Seine innige Nähe zur Musik Amerikas, Skandinaviens, Afrikas und Brasiliens weisen ihn als Weltreisenden auf der Gitarre aus, gewandt in vielen Stilen und vertraut mit den unterschiedlichsten Facetten des Instruments.
Nach 15 Jahren intensiven Tourings mit seinen verschiedenen Projekten war Stephan Bormann 2017 erstmals zu seiner erfolgreichen CD „Over The Years“ Solo on Tour. Ab 2023 ist er mit der berührenden Musik seines neuen Albums „Spaces“ live zu erleben. Ihn hat es von jeher gereizt, spannende Musik für Solo-Gitarre zu arrangieren. Die enorme Vielfalt der Ausdrucksmöglichkeiten verschiedener Gitarren weckten seine Lust, sich neben den “normalen” Nylon- oder Steel String Gitarren auch auf exotischen Aliquot-, Bariton- oder Oktav-Gitarren auszudrücken.
Die Arbeit am Solo Guitar Book (SCHOTT MUSIC) – als auch das euphorische Feedback darauf – haben ihn dazu bewogen, die Musik, die ihn über viele Jahre geprägt hat, auch solistisch umzusetzen. In der Musik findet sich die Klangästhetik eines Fingerstylers ebenso wieder, wie der Ansatz eines Jazzmusikers, jeder Komposition eine „eigene Note“ zu verleihen. Dies geschieht über originelle Arrangements und den Freiraum für Improvisation. Seine innige Nähe zur Musik Amerikas, Skandinaviens, Afrikas und Brasiliens weisen ihn als Weltreisenden auf der Gitarre aus, gewandt in vielen Stilen und vertraut mit den unterschiedlichsten Facetten des Instruments.
Dave Goodman – der Ausnahmekünstler wird oftmals als musikalisches Chamäleon beschrieben. Sicherlich beruhend aufgrund seiner unglaublich facettenreichen Musik, in der hörbar seine frühen musikalischen Erlebnisse (als 12-jähriger beginnt er Gitarre zu spielen, vornehmlich Blues-und Rockmusik, dann sein ausgeprägtes Interesse für den Jazz), wie die Farbpalette der anglo-amerikanischen und der irisch-keltischen Musik, die er über die Gene seiner Mutter geerbt hatte.
Dave Goodman – der Ausnahmekünstler wird oftmals als musikalisches Chamäleon beschrieben. Sicherlich beruhend aufgrund seiner unglaublich facettenreichen Musik, in der hörbar seine frühen musikalischen Erlebnisse (als 12-jähriger beginnt er Gitarre zu spielen, vornehmlich Blues-und Rockmusik, dann sein ausgeprägtes Interesse für den Jazz), wie die Farbpalette der anglo-amerikanischen und der irisch-keltischen Musik, die er über die Gene seiner Mutter geerbt hatte.
Nach vielen Jahren in Kanada und USA und dem Studium der Musik, landet er Ende der 90er Jahre in Deutschland. Er schrieb die ersten Songs und entwickelte sich immer mehr zum Singer/-Songwriter. Gleichzeitig begann er seine phänomenale Fingerfertigkeit auf der akustischen Gitarre anzuwenden. Goodmans beeindruckende Gesangsstimme variiert von einfühlsamen Timbre bei balladesken Stücken bis zu glissandoartigen Blues.
Elf hochgelobte Solo-CDs, DVDs sowie Lehrbuchveröffentlichungen, gemeinsame Konzerte mit John Lee Hooker, Jeff Healey u.v.a., sowie ausgedehnte Tourneen u. Festivals in vielen Ländern Europas, landesweit USA, Kanada, England u. Deutschland zeugen von seiner Umtriebigkeit und sprechen eine deutliche Sprache.
Die Konzerte dieses internationalen Bluesgitarristen und Songschreibers sind hoch- energetische Live-Shows, die mit Humor und Spielwitz gespickt, sein Publikum auf eine gefühlvolle Reise durch sensible Balladen und teils witzigen,teils bewegenden Geschichten, entführt. Er sprengt den Bluesrahmen im engeren Sinne und führt sein Publikum durch ein weit gespanntes Spektrum von Emotionen und Erlebnissen. Diese enorme Bandbreite verbietet es, ihn als Singer/-Songwriter irgend einem Genre unter zu ordnen.
Jene fasziniertende Kombination von umwerfend schönem Gitarrenspiel mit phänomenaler Fingerfertigkeit auf Weltklasseniveau, sowie zeitlosen Eigenkompositionen mit der Fähigkeit der Präsentation humorvoller Geschichten, haben ihn zu einem weltweit geschätzten Akustikkünstler gemacht und machen seine Konzerte zu einem einzigartigen und nachhaltigen Erlebnis!
Homepage von Dave Goodman: www.dave‑goodman.info
Stefan Degners musikalische Heimat ist der Jazz. Besonders der amerikanische West Coast Jazz der 1950er-Jahre prägt sein Gitarrenspiel: melodische Eleganz, harmonische Raffinesse und entspannter Swing stehen im Mittelpunkt seiner musikalischen Arbeit.
Stefan Degners musikalische Heimat ist der Jazz. Besonders der amerikanische West Coast Jazz der 1950er-Jahre prägt sein Gitarrenspiel: melodische Eleganz, harmonische Raffinesse und entspannter Swing stehen im Mittelpunkt seiner musikalischen Arbeit.
Zur Gitarre fand Degner zunächst über die Rockmusik, bevor er während seines Pädagogikstudiums seine Leidenschaft für den Jazz entdeckte. Prägende Impulse erhielt er durch mehrjährigen Unterricht bei Helmut Nieberle sowie durch Workshops mit international renommierten Gitarristen wie Martin Taylor, Howard Alden und Mundell Lowe. Anschließend studierte er Jazzgitarre bei Michael Arlt an der Hochschule für Musik Würzburg, wo er sein Studium mit künstlerischem Diplom und Konzertdiplom abschloss.
Als Gitarrist von INSWINGTIEF verbindet Degner seine Begeisterung für Swing und improvisierte Musik mit eigenen Kompositionen und der Spielfreude des Ensembles. Weitere musikalische Stationen sind die Formationen Jazzcoast und Cool Motion, mit denen er ebenfalls mehrere CDs veröffentlichte. Eine besondere Vorliebe gilt dem Gitarrenduo und den vielfältigen Möglichkeiten des musikalischen Dialogs.
Neben seiner Konzerttätigkeit widmet sich Stefan Degner der Vermittlung von Musik. Er unterrichtet Gitarre an der städtischen Musikschule Würzburg und ist seit 2005 Lehrbeauftragter an der Hochschule für Musik Würzburg. Improvisation bildet dabei einen zentralen Schwerpunkt – als musikalisches Ausdrucksmittel und als Freiraum für die Entwicklung einer eigenen Stimme.
Duo Elún, das sind Valentina Solis (Kontrabass & Charango) und Christian Leonardo Zack (Gitarre). Ihre Musik verbindet südamerikanische Leidenschaft mit klassischer Finesse und schafft einen Klang, der zugleich vertraut und erfrischend neu wirkt.
Mit reicher Klangfarbenvielfalt und rhythmischer Vitalität ruft sie Assoziationen an die Anden, Buenos Aires und Santiago hervor.
Das Duo trat bei renommierten Festivals und Konzertreihen in Deutschland und Chile auf. Verwurzelt in Chile und Deutschland – und musikalisch auf mehreren Kontinenten zu Hause – schafft Elún Musik, die sich einfachen Zuordnungen entzieht. Das Repertoire des Duos bewegt sich zwischen andinen Melodien, rhythmischen Einflüssen aus Brasilien und Argentinien sowie eigenen Kompositionen und entfaltet sich irgendwo zwischen Folklore und europäischer Kammermusik, getragen von Neugier und einem starken Sinn für musikalischen Dialog.
Valentina und Christian begegneten sich 2011 in Santiago de Chile während ihres Universitätsstudiums und arbeiten seit 2021 eng musikalisch zusammen. Beide schlossen später Masterstudiengänge in Musik in Dresden und Leipzig ab und formten damit eine gemeinsame künstlerische Grundlage, die ihr Schaffen bis heute prägt.
Der Klang von Elún ist geprägt durch eine ungewöhnliche und ausdrucksstarke Besetzung: die tiefe Resonanz des Kontrabasses, die helle und bewegliche Stimme des Charangos und die farbenreiche Ausdruckskraft der klassischen Gitarre. Diese Elemente verbinden sich zu ständig wechselnden Klangtexturen, mal groove-orientiert, mal intim, oft überraschend.
Valentina Solis arbeitete mit renommierten Orchestern, darunter die Dresdner Philharmonie und die Staatsoperette Dresden. Christian Leonardo Zack ist mehrfacher Preisträger internationaler Wettbewerbe und ein vielfach ausgezeichneter Gitarrist, bekannt für seine unverwechselbare künstlerische Handschrift.
Der Name Elún ist aus der Sprache der Mapuche entlehnt und bedeutet „geben“. Er spiegelt wider, wer sie als Menschen und als Musiker auf der Bühne sind – eine Haltung des Vertrauens, des Austauschs und der geteilten Energie. Das Duo Elún arbeitet derzeit an seinem Debütalbum, dessen Veröffentlichung für 2026 geplant ist.
Peter Finger — an diesem Namen kommt wohl niemand vorbei, der sich auch nur ein wenig für Gitarrenmusik, besser noch: die akustische Gitarrenmusik, interessiert. Er ist heute die Integrationsfigur der deutschen Akustikgitarrenszene.
Peter Finger — an diesem Namen kommt wohl niemand vorbei, der sich auch nur ein wenig für Gitarrenmusik, besser noch: die akustische Gitarrenmusik, interessiert. Er ist heute die Integrationsfigur der deutschen Akustikgitarrenszene.
Peter Finger genießt bereits seit den siebziger Jahren weltweit einen herausragenden Ruf als Akustikgitarrist, die internationale Fachpresse hob ihn mehrfach ins Pantheon der weltbesten Gitarristen. Eine Wertschätzung, der man sich gerne anschließt, hat man auch nur eine einzige seiner bislang 19 Plattenproduktionen gehört. Unzählige Tourneen führten den arrivierten Musiker rund um den Globus; gefeierte Auftritte in Europa, USA, Japan etc. markieren nur einige musikalische Meilensteine dieses außergewöhnlichen Künstlers.
Peter Finger ist es gelungen, was es dieser Tage nur selten zu bestaunen gibt: Die perfekte Harmonie von Virtuosität, Musikalität und Komposition. Sein musikalischer Kosmos ist grenzenlos, zeugt von profunder Kenntnis der Musikgeschichte wie des Kontemporären. So wird der aufmerksame Zuhörer immer wieder auf die Klangsprache Debussys, Ravel oder Strawinskys stoßen und sich im gleichen Atemzug vielleicht in rockigen Gefilden wiederfinden, verführt zu Saitensprüngen in die weite Welt des Jazz. Oder er bestaunt Fingers fast orchestrales, manchmal atemberaubend experimentelles Geflecht aus Rhythmus, Harmonie und Melodie. Nur wenigen gelingt eine so perfekte Symbiose und Integration von kompositorischer Tiefe, spieltechnischer Virtuosität und weitreichender musikalischer Vision.
— Wohlgemerkt: All dies verschmilzt organisch miteinander, steht nicht bloß beziehungslos nebeneinander. Deshalb ist Peter Fingers Musik stets sinnlicher Hochgenuß fern jeder intellektueller Gedankenkühle. Anspruchsvoll und anregend zugleich.
Daß Peter Finger, sozusagen nebenbei, mehrere erste Preise bei Kompositionswettbewerben einheimsen konnte und ein Studio mit exzellenter Reputation betreibt, verwundert angesichts einer derart vielseitigen Künstlerbiographie kaum noch. Zum anderen hat sich Peter Finger auch als engagierter Verleger und Labelchef verdient gemacht: Neben seiner Tätigkeit als Verleger der Zeitschrift Akustik Gitarre versammelt er auf seinem mehrfach ausgezeichneten Label Acoustic Music Records, mittlerweile weltweit das größte Plattenlabel mit dem Fokus auf der akustischen Gitarre, eine Schar hochkarätiger Künstler um sich.
Homepage von Peter Finger: peter-finger.com
Nach der erfolgreichen Premiere geht das Würzburger Gitarrenfestival in die zweite Runde. Am 2. und 3. Oktober 2026 verwandelt sich der Keller Z87 erneut in einen Treffpunkt für Gitarrenliebhaber – mit einem Programm, das die ganze Bandbreite dieses faszinierenden Instruments erlebbar macht.
An zwei Konzertabenden treffen regionale, nationale und internationale Künstlerinnen und Künstler aufeinander. Das Festival spannt dabei einen Bogen von jungen Ausnahmetalenten und Shooting-Stars der internationalen Gitarrenszene bis hin zu renommierten Persönlichkeiten, die ihr Publikum seit Jahrzehnten begeistern. Unterschiedliche Generationen, musikalische Hintergründe und Spielweisen verschmelzen zu einem außergewöhnlichen Festivalerlebnis.
Auch stilistisch zeigt sich das Würzburger Gitarrenfestival bewusst offen. Fingerstyle, Klassik, Flamenco, Blues, Jazz, Gypsy Swing, Weltmusik und moderne akustische Gitarrenmusik stehen gleichberechtigt nebeneinander. So entsteht ein vielsaitiges Programm, das die unterschiedlichsten Facetten der Gitarre beleuchtet – mal virtuos und kraftvoll, mal feinfühlig und intim, immer mit großer musikalischer Leidenschaft.
Am Freitag, 2. Oktober, entführen die Stringtime Travellers mit ihrer außergewöhnlichen Besetzung in musikalische Klangwelten zwischen Spanien, Südamerika und Klassik. Blues-Ausnahmekünstler Bad Temper Joe zeigt, warum er zu den bedeutendsten Vertretern der deutschen Bluesszene zählt, während der tschechische Gitarrist Ladislav Pazdera mit seiner stilistischen Offenheit zwischen Fingerstyle, Jazz und Weltmusik begeistert.
Der Samstag, 3. Oktober, steht ganz im Zeichen weiterer musikalischer Vielfalt. Agua y Vino verbindet Flamenco, Tanz und Gesang zu einem leidenschaftlichen Bühnenprogramm, Biber Herrmann präsentiert authentischen Folk-Blues voller Geschichten und Emotionen, und mit Jaco Liu gastiert einer der spannendsten jungen Fingerstyle-Gitarristen der internationalen Szene erstmals in Würzburg.
Veranstaltet wird das Festival von Tommi Neubauer, der 2025 unter anderem für die Initiierung des Würzburger Gitarrenfestivals mit der Kulturmedaille der Stadt Würzburg ausgezeichnet wurde. Sein Ziel ist es, Gitarrenmusik in ihrer ganzen Vielfalt sichtbar zu machen, internationale Künstler nach Würzburg zu holen und gleichzeitig regionalen Musikerinnen und Musikern eine Bühne zu bieten.
Das 2. Würzburger Gitarrenfestival richtet sich dabei nicht nur an Gitarristinnen und Gitarristen. Es ist eine Einladung an alle Musikliebhaber, außergewöhnliche Künstler zu entdecken, stilistische Grenzen zu überschreiten und die Gitarre in all ihren Ausdrucksmöglichkeiten neu zu erleben.
Mit sechs hochkarätigen Acts an zwei Tagen verspricht das Festival erneut ein musikalisches Wochenende voller Begegnungen, Inspiration und unvergesslicher Konzerterlebnisse.
Die Stringtime Travellers verbinden klassische Gitarre, Fingerstyle und eine außergewöhnliche Instrumentenvielfalt zu einer musikalischen Entdeckungsreise. Rund um Gitarrist Markus Kohlprath treffen spanische Klänge, südamerikanische Rhythmen, Jazz und Klassik auf eigene Arrangements voller Spielfreude.
Die Stringtime Travellers laden ihr Publikum zu einer außergewöhnlichen musikalischen Entdeckungsreise ein. Mit virtuosem Gitarrenspiel, großer stilistischer Vielfalt und ungewöhnlichen Arrangements führt das Ensemble durch unterschiedlichste Klangwelten – von den sonnigen Landschaften Spaniens über den brasilianischen Regenwald bis in die irischen Wälder oder das Venedig des 17. Jahrhunderts.
Im Mittelpunkt steht Ausnahmegitarrist Markus Kohlprath, der gemeinsam mit einem Ensemble junger, hochkarätiger Musikerinnen und Musiker ein ebenso abwechslungsreiches wie mitreißendes Konzerterlebnis gestaltet. Die besondere Besetzung mit klassischen und akustischen Gitarren, Fingerstyle-Gitarre, Cello, Akkordeon, Klavier, Gesang, E-Bass und weiteren Instrumenten eröffnet außergewöhnliche Klangfarben und lässt bekannte Werke in einem neuen Licht erscheinen.
Das Repertoire reicht von spanischer Gitarrenmusik über Gypsy Swing, Klassik und Fingerstyle bis hin zu südamerikanischen Rhythmen und Eigenkompositionen. Werke von Paco de Lucía, Joaquín Rodrigo, Astor Piazzolla, Tommy Emmanuel, Antonio Vivaldi, Django Reinhardt und Chick Corea stehen dabei ebenso auf dem Programm wie Kompositionen von Markus Kohlprath und Nico Schwarz.
Besonderen Wert legen die Stringtime Travellers auf eigene Arrangements. Bekannte Stücke werden eigens für die außergewöhnliche Besetzung neu interpretiert und entwickeln dadurch einen ganz eigenen Charakter. Virtuosität steht dabei nie im Vordergrund um ihrer selbst willen – vielmehr entsteht ein stimmiges Gesamterlebnis, das musikalische Präzision mit Spielfreude und emotionaler Ausdruckskraft verbindet.
Wenn es um Blues in deutschen Landen geht, führt an Bad Temper Joe kein Weg mehr vorbei. Der mürrische Bluesbarde aus der ostwestfälischen Provinz hat sich in den letzten Jahren zu einer absoluten Ausnahmeerscheinung der Blues-Szene entwickelt.
Wenn es um Blues in deutschen Landen geht, führt an Bad Temper Joe kein Weg mehr vorbei. Der mürrische Bluesbarde aus der ostwestfälischen Provinz hat sich in den letzten Jahren zu einer absoluten Ausnahmeerscheinung der Blues-Szene entwickelt. Davon zeugt nicht nur die Vielzahl an Alben mit ebenso rauen wie eindringlichen Songs, die BTJ zwischenzeitlich vorgelegt hat. Davon zeugen auch der Gewinn der German Blues Challenge sowie die Nominierungen für diverse Blues- Awards und den Preis der deutschen Schallplattenkritik. Mit Hingabe zu den alten Bluesern aus dem Mississippi-Delta überführt Bad Temper Joe den oft totgesagten Blues mit Leichtigkeit ins 21. Jahrhundert – und das mit allem, was Blues auf höchstem Niveau auszeichnet: exzellentes Songwriting, ausgeprägtes Traditionsbewusstsein, einnehmende Performance. Auch international schlägt BTJ Wellen. 2020 konnte er sich als einziger europäischer Act im Finale der International Blues Challenge in Memphis, USA behaupten. Das britische Blues Matters Magazine urteilt folgerichtig: „It’s hard to believe that the sounds of the Mississippi-Delta have relocated to Germany, but they have.”
Aufgewachsen in einer Zeit, in der Genregrenzen in der Musik ineinander verschwommen sind, bewegt sich Ladislav Pazdera (*1989) mit seinen akustischen Gitarren auf stilistisch vielfältigem Terrain. Das Spektrum reicht von virtuoser Fingerstyle-Technik bis Jazz; es umfasst traditionelle Inspirationen aus Andalusien und osteuropäischen sowie arabischen Regionen, die Leichtigkeit brasilianischer Musik sowie die filigrane Präzision der Klassik.
Aufgewachsen in einer Zeit, in der Genregrenzen in der Musik ineinander verschwommen sind, bewegt sich Ladislav Pazdera (*1989) mit seinen akustischen Gitarren auf stilistisch vielfältigem Terrain. Das Spektrum reicht von virtuoser Fingerstyle-Technik bis Jazz; es umfasst traditionelle Inspirationen aus Andalusien und osteuropäischen sowie arabischen Regionen, die Leichtigkeit brasilianischer Musik sowie die filigrane Präzision der Klassik.
Ladislav wurde 1989 in Pardubice geboren. Zunächst lernte er Violine, dann Viola, und im Alter von 12 Jahren wechselte er zur Akustikgitarre. 2014 zog er nach Dresden, wo er an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ studierte und derzeit lebt.
Er teilt seine Zeit zwischen Unterricht und Tourneen auf; verschiedene Konzerte führen ihn in viele europäische Länder und renommierte Clubs, darunter Porgy & Bess (Wien), Bova (Istanbul), Six Bars Jail (Florenz), Die Tonne (Dresden) und viele andere.
„Der Klang und die gesamte Ästhetik des Musikprogramms bewegen sich auf höchstem Niveau!” (Akustik Gitarre)
„Lässig, sophisticated, groovy.” (WDR3 Jazz)
„Schöner Sound und wunderbare Technik, die stilübergreifend bestens funktioniert.” (Schweizer Radio und Fernsehen)
„An exhibition of amazing sound paintings.“ (Jazzquad)
„Mit der richtigen Balance schafft es Pazdera immer wieder den Zuhörer zu fesseln.“ (NRW Jazz)
Ladislavs Gestaltungswillen spiegelt sich in seinem vielgestaltigen Repertoire und in eigenen Kompositionen, die seine Qualitäten als musikalischer Geschichtenerzähler unterstreichen. Variable Stimmungen und Klangfarben, fein ziselierte Passagen und aufleuchtendes dynamisches Temperament verleihen seiner Musik eine charismatische Ausdruckskraft.
Ein Abend voller Duende, Leidenschaft und Lebensfreude: „Pura Vida“ ist mehr als ein Konzert – es ist eine musikalische Reise durch Spanien und Lateinamerika, durch Tradition und Gegenwart, Melancholie und überschäumende Lebensfreude.
Ein Abend voller Duende, Leidenschaft und Lebensfreude: „Pura Vida“ ist mehr als ein Konzert – es ist eine musikalische Reise durch Spanien und Lateinamerika, durch Tradition und Gegenwart, Melancholie und überschäumende Lebensfreude.
Das Programm führt durch die Gassen Granadas und hinein in die faszinierende Klangwelt Mexikos. Es verneigt sich vor dem großen spanischen Poeten Federico García Lorca, lässt mit der mystischen „La Llorona“ mexikanische Legenden lebendig werden und präsentiert „Cielito Lindo“ in einer ganz eigenen Interpretation. Virtuose Gitarrenduos schaffen dazu Klangwelten, die mal fein und zurückhaltend, mal temperamentvoll und voller Energie sind.
Traditioneller Flamencotanz trifft dabei ganz selbstverständlich auf die musikalische Gegenwart. Mit Juanes’ „La Camisa Negra“ und den modernen, avantgardistischen Einflüssen von ROSALÍA schlägt das Programm eine Brücke zu aktuellen Sounds und zeigt, wie lebendig und wandelbar spanische und lateinamerikanische Musiktraditionen bis heute sind.
Eine persönliche Moderation führt durch den Abend, erzählt von den Stücken, ihren Geschichten und ihren kulturellen Wurzeln und schafft eine besondere Nähe zwischen Bühne und Publikum.
„Pura Vida“ ist eine Einladung, den Alltag für einen Abend hinter sich zu lassen und sich von Musik, Tanz, Temperament und dem Feuer des Südens mitreißen zu lassen.
Seine Konzerte sind Erlebnisse voller Nähe, Tiefgang und feinem Humor – ein Abend für die Sinne, die Seele und den Geist. In seinen Songs erzählt er von Licht und Schatten, von Brüchen, Neuanfängen und dem Drang, immer wieder neue Wege zu suchen.
„Biber Herrmann ist einer der authentischsten und wichtigsten Folk-Blues-Künstler in unserem Lande und darüber hinaus. Und glauben Sie mir, ich weiß, wovon ich rede.“ (Fritz Rau)
Mit diesen Worten adelte der legendäre Konzertimpresario, der neben den American Folk Blues Festivals auch die Rolling Stones, Eric Clapton und die Weltelite des Rock und Blues nach Europa holte, den sympathischen Saiten-Meister und Geschichtenerzähler aus dem Mittelrheintal. Himmel, Erde & der Blues – so lässt sich Herrmanns Mischung aus stampfendem Blues, filigranen Balladen und packender Gitarrenarbeit beschreiben. Kraftvoll und zugleich sensibel schafft der Musiker Klangräume, die von der Presse oftmals als „Seelenreisen“ bezeichnet werden. Die Dynamik seines Spiels, seine raue, warme Stimme und seine natürliche Bühnenpräsenz ziehen das Publikum vom ersten Moment an in den Bann.
Seine Konzerte sind Erlebnisse voller Nähe, Tiefgang und feinem Humor – ein Abend für die Sinne, die Seele und den Geist. In seinen Songs erzählt er von Licht und Schatten, von Brüchen, Neuanfängen und dem Drang, immer wieder neue Wege zu suchen. Die rockige, progressive Attitüde seines Spiels verleiht dem akustischen Blues überraschende Wendungen und eine mitreißende Lebendigkeit. Matthias „Biber“ Herrmann, der seinen Künstlernamen einer alten Begebenheit aus der Kindheit verdankt, ist ein wortgewandter Erzähler, der sein Publikum mitnimmt – auf eine Reise zwischen Himmel, Erde und dem Blues.
Eine begeisterte Presse und treue Fangemeinde machen ihn zu einem der meistgebuchten Folk-Blues-Acts der aktuellen Akustikszene.
Mit Jaco Liu gastiert einer der spannendsten Vertreter der jungen internationalen Fingerstyle-Gitarrenszene im Keller Z87. Der Gitarrist und Komponist verbindet beeindruckende technische Präzision mit einer unverwechselbaren musikalischen Handschrift und erschafft Klangwelten, die weit über klassische Gitarrenmusik hinausgehen.
Mit Jaco Liu gastiert einer der spannendsten Vertreter der jungen internationalen Fingerstyle-Gitarrenszene im Keller Z87. Der Gitarrist und Komponist verbindet beeindruckende technische Präzision mit einer unverwechselbaren musikalischen Handschrift und erschafft Klangwelten, die weit über klassische Gitarrenmusik hinausgehen.
In seinen Eigenkompositionen verschmelzen Einflüsse aus Rock, Pop und Jazz mit Melodien und Klangfarben ostasiatischer Musiktraditionen. So entsteht ein moderner, genreübergreifender Stil, der gleichermaßen kraftvoll, atmosphärisch und erzählerisch wirkt. Jede Komposition entwickelt ihre eigene Geschichte und lädt das Publikum auf eine musikalische Reise voller Dynamik, Emotion und überraschender Klangfarben ein.
Internationale Anerkennung erhielt Jaco Liu unter anderem von Gitarrengrößen wie Andy McKee, der ihn als „neuen Lieblingskünstler“ bezeichnete, sowie von Thomas Fellow, der ihn als einen Musiker beschreibt, der außergewöhnliche Virtuosität mit einem eigenständigen musikalischen Ansatz verbindet und damit die Zukunft der Fingerstyle-Gitarre verkörpert. Selbst Slash zeigte sich von seinem Spiel beeindruckt.
Mit seinem aktuellen Album „Soliloquy“ präsentiert Jaco Liu erstmals ein internationales Album mit überwiegend eigenen Kompositionen. Die Musik verbindet höchstespieltechnische Ansprüche mit einer großen stilistischen Offenheit und macht deutlich, warum er zu den vielversprechendsten Gitarristen seiner Generation zählt.
Wer die akustische Gitarre in all ihren Facetten erleben möchte, darf sich auf einen Konzertabend freuen, der Virtuosität, Klangvielfalt und musikalische Ausdruckskraft auf außergewöhnliche Weise miteinander verbindet.

Freitag 26. & Samstag 27. September 2025 | Keller Z87
Zwei Tage ganz im Zeichen der Gitarre: Der Keller Z87 lädt Ende September zum ersten Würzburger Gitarrenfestival ein – ein Wochenende, das die ganze Bandbreite dieses faszinierenden Instruments feiert. Internationale Künstlerinnen und Künstler präsentieren Solo-Programme, intime Duos und virtuose Fingerstyle-Shows zwischen Jazz, Klassik, Latin, Pop und Rock.
Mit dem 1. Würzburger Gitarrenfestival hat die Kulturszene der Stadt ein neues Highlight hinzugewonnen. An zwei Abenden Ende September verwandelte sich der Keller Z87 in ein Forum für Gitarrenkunst in all ihren Facetten – von klassisch bis modern, von jazzig bis rockig.
Den Auftakt bildete das Duo Michael Arlt & Wolfgang Kriener. Der Gitarrist und der Bassist spielen seit Jahrzehnten zusammen – und das hört man. Mit geschmeidigem Zusammenspiel, feinem Gespür für Dynamik und brasilianischen wie karibischen Anklängen schufen sie einen stillen, aber eindringlichen Start in das Festival. Ihre Musik verlangte konzentriertes Zuhören und wurde dafür reich belohnt.
Danach folgte Crossing Strings: Carina Maria Linder und Markus Schlesinger vereinten klassische Gitarre und Fingerstyle zu einem Dialog voller Kontraste. Mal virtuos ineinander verflochten, mal in spannungsvollem Gegenüber – ihr Programm reichte von Eigenkompositionen bis zu neu interpretierten Klassikern. Ein Auftritt, der die klangliche Vielfalt der Gitarre eindrucksvoll zeigte.
Als krönender Abschluss des ersten Abends stand Jacques Stotzem auf der Bühne. Der Belgier, eine feste Größe der europäischen Fingerstyle-Szene, verzauberte mit lyrischen Eigenkompositionen ebenso wie mit energiegeladenen Adaptionen von Rock-Ikonen wie Hendrix oder Gallagher. Sein souveränes, doch stets zugängliches Spiel zog das Publikum in Bann.
Der zweite Abend brachte zunächst Oliver Thedieck, der mit viel Charme und spürbarer Hingabe die klassische Gitarre präsentierte. Neben modernen Werken ließ er südamerikanische Einflüsse einfließen und schuf so eine feine Balance zwischen Tradition und Gegenwart.
Silvio Schneider führte anschließend mit seiner „Groovy World Guitar“ in ganz andere Klangräume. Er kombinierte Latin, Funk und Jazz, griff auf Loops zurück und überraschte mit Bearbeitungen von Stücken wie Michael Jacksons Billie Jean oder Sting. Spätestens im gemeinsamen Schluss mit Thedieck zeigte sich, wie sehr Gegensätze sich ergänzen können.
Auch wenn am Samstag kurzfristig ein angekündigter Act ausfiel, tat dies der Begeisterung keinen Abbruch. Das Publikum honorierte das breite Spektrum und die Intensität der Darbietungen mit großem Applaus.
Organisator Tommi Neubauer konnte zufrieden sein: Ein Festivalauftakt mit Niveau, der Lust auf mehr macht. Zwar blieb die Zuschauerzahl noch hinter dem Potenzial zurück, doch die Resonanz von Musiker:innen wie Publikum machte deutlich: Dieses Festival hat Zukunft. Die nächste Ausgabe im Herbst 2026 ist bereits fest eingeplant – und man darf gespannt sein, wie sich dieses neue Format weiterentwickeln wird.
Der Keller Z87 erwies sich als idealer Ort: nahbar, atmosphärisch und akustisch bestens geeignet für Gitarrenkunst. Das erste Würzburger Gitarrenfestival hat eindrucksvoll gezeigt, dass Qualität und Leidenschaft das Fundament für eine nachhaltige Konzertreihe bilden können.
Du muss angemeldet sein, um einen Kommentar zu veröffentlichen.